netzgedanken

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Gregor Meder  //  Mediator - Linguist - Kommunikator
Projektmanager und Trainer, Coach, Moderator

Oct 12 / 9:42am

Datensammeln, social media und deutsch-europäische Panikmache

Ja, facebook ist eine Datenkrake, ja google und viele weitere auch. Benutzen wir deren Dienste, zahlen wir mit unseren Daten. Ja, diese Unternehmen verfolgen unsere Aktivitäten im Internet und ja, das verstößt gegen deutsches unter europäisches Daten(schutz)recht. Immer wieder, ließt und hört man davon und immer wieder werden wir aufgefordert derlei Dienste im Internet nicht zu nutzen.

Doch diese Institutionen tun, was auch Banken mit Ihren Bankkarten, und Kreditkartengesellschaften mit ihren Kreditkarten tun: Sie sammeln Informationen über unsere Aktivitäten als Verbraucher und daraus können Bewegungsprofile in der realen Welt erstellt werden. Auch Mobilfunkbetreiber tun dies. Übrigens immer und schon länger als der kürzlich durch die Medien kolportierte „Skandal“ der apple-Telefone.
Auch die in Deutschland so beliebten Kunden- und Rabattkarten (unternehmensbezogen wie z.B. Karstadt oder unternehmensübergreifend wie z.B. payback) dienen nur dem Zweck Informationen über Kunden zu sammeln.

Ja richtig, im Internet hat es neue (quantitative) Dimensionen, ja Unternehmen, wie facebook und google und deren Besitzer werden reich mit unseren Daten.

Statt aber, Nutzer vor dem Gebrauch dieser Dienste im Internet zu waren, sie aufzufordern sie nicht mehr zu nutzen; statt wie z.B. vom Datenschutzbeauftragten in Schleswig-Holstein, Unternehmen, Behörden und private Websitebetreiber aufzufordern social plugins auf ihren Seiten zu entfernen, sollte man sich lieber der Herausforderung stellen, Menschen in die Lage zu versetzen, bewusst mit ihren Daten umzugehen. Statt einen bösen Geist namens „cookies“ aufzubauen, hielte ich es für sinnvoll, den Umgang damit zu erklären.  

Ein schönes Beispiel für Panikmache ist ein Beitrag des Deutschland Radio. Hier wird facebook mal wieder in düsteren Farben geschildert und behauptet, dass facebook mithilfe eine cookies „für mindestens zwei Jahre“ verfolgen kann. 
Wie wäre es denn mit einer Anleitung, wie die cookies ganz einfach wieder gelöscht werden können? Wie Browsereinstellungen so optimiert werden können, dass cookie etc. nach Schließen des Programms automatisch wieder gelöscht werden können.

Auch der Monitorbeitrag vom 6.10.2011 (ab Position 19:23) trägt ein berechtigtes Anliegen, nämlich den Umgang mit Daten gesetzlich zu regeln und zu überprüfen vor. Allerdings in einem „Alarmismustonfall“ der das Anliegen schon wieder zu disqualifizieren scheint.

Statt also die Menschen vor dem Internet und seinen Angeboten gruseln zu machen, scheint es mir sinnvoller aufzuklären und zu schulen. Ministerien, Datenschutzeinrichtungen, Schulen und Weiterbildungseinrichtungen könnten Angebote entwickeln und niederschwellig anbieten, die den Umgang mit den eigenen Daten schulen und das nötige (auch technische) Wissen vermitteln verantworungsvoll mit seinen Daten umzugehen - nicht nur bei facebook & co, sonder auch im Supermarkt, in einkaufszentren und bei Behörden.

Weitere links: 

Spiegel online zur Angstmachkultur und fehlender Aufklärung

Für Site-Betreiber ein Vorschlag für eine Datenschutzerklärung

 

Aug 17 / 12:41pm

Schwimmen ohne nass zu werden

Ich hatte hier ja schon verschiedentlich über sehr penetrante selbsternannte social media Experten räsoniert. Menschen, die meinen mir ungefragt erklären zu müssen, wie ich Profit aus meinen Internetaktivitäten schlagen kann.

Mir ist nun neuerlich begegnet, das Nutzer von facebook, twitter und xing etc. das Kind mit dem Bade auszugießen scheinen: Auf ihren Internetseiten, blogs etc. werben sie heftig für Kontaktaufnahmen über diese Netzwerke. Klicke ich auf die buttons oder links und möchte ich mich mit ihnen in den Netzwerken verknüpfen, reagieren sie sehr merkwürdig, wenn ich nicht die richtigen Worte für die Kontaktaufnahme finde oder - in Einzelfällen - auch mal wortlos bleibe. Dann erhalte ich besserwisserische, patronisierende eMails.

Dies auch, wenn ich zuvor fleißig in blog-Beiträge kommentiert, deren Bücher gelesen oder sie in meine blog roll aufgenommen oder in meinen Beiträgen kommentiert habe. Auch beim Blick in mein Profil bei den Netzwerken sollte doch auffallen, das ich mit meinen ca. 200 Kontakten kein Sammler und Jäger bin.

Ist es ein neuer Trend? Vorsicht ist sicherlich gerechtfertigt. Auch ich kenne Zeitgenossen (siehe oben), die mir die  time line und oder Pinwand zumüllen. Dann ziehe ich schnell die Konsequenzen, auch dann wenn ich von mir aus den Kontaktaufgenommen habe. Auch dann, wenn als Antwort sofort Produkt- oder Dienstleistungswerbung auf meiner Pinwand steht. "Entknüpfung!"

Dennoch: Ist das Konzept „Chance-Geben“ nicht der Beginn jeder Netzwerkarbeit. Und: Muss ich nicht damit rechnen, dass jemand den facebook-, xing- oder sonst einen social media button auch anklickt und dann vielleicht nicht die treffenden Worte (sofort) findet - oder gerade keine Zeit hat.

Gerade wenn doch Leser für die eigenen Bücher oder blogs  gewonnen werden sollen, scheint mir ein Moment Geduld geraten.
Ich tue mich jedenfalls schwer Bücher oder Blog-Beiträge zu empfehlen, wenn ich zuvor in einer Mail zurechtgewiesen.

Ja, ich weiss: Im Internet ist der Ton rauer - ich mag mich aber nicht damit abfinden.

 

Jul 28 / 10:46am

IT-Kommunikationsdienstleister - der übliche Wahnsinn

Alles hat damit begonnen, dass der von mir ansonsten sehr geschätzte Dienstleister für Internetzugänge, QSC, leider die von mir gebuchten Dienste für kleine Geschäftskunden wie mich nicht mehr anbietet und seinen Vertrag mit mir fristgerecht gekündigt hat. Schade, das hat man nun davon, wenn man nicht mit seinen Zulieferer wächst.

Nun, da musste ich mich nach einen anderen Dienstleister umschauen. Da ich ungern alle technischen Kommunikationskanäle bei Dienstleister buchen möchte, dachte ich mir ich gehe mit meinem Internetzugang zum Marktführer Telekom (Festnetztelefonie bei Versatel, Mobilfunk bei Vodafon). Da hatte ich aber die Rechnung ohne den Anbieter gemacht. Für Kleinunternehmen gibt es Internet nur zusammen Festnetztelefonie. Also gut, die Tarife sind attraktiv, dann also Internet und Festnetztelefonie bei der Telekom. Zehn Wochen vor der Abschaltung von QSC-Internet bei mir, die Zeit müsste ja eigentlich fü die Portierung des Anlagen-Anschlusses reichen.

Also Auftrag erteilt mit der Bedingung, dass zum 1.8.2011 zumindest der Internetzugang geschaltet sein muss. Ha, wieder falsch. Anruf und Antwort der "Vertriebshotline", bedingte Aufträge seien nicht möglich und - auf meine Nachfrage - Terminzusagen können sie nicht machen. Wäre aber kein Problem, denn mein vorheriger  Telefonanbieter müsse ja solange die Leitung offen lassen, bis die Telekomleitung geschaltet ist. "Ich habe aber den Internetzugang nicht bei einem Telefonanbieter." - "Wie achso, ja, dann haben sie kein Internet bis wir das geschaltet haben. termine können wir nicht zusagen." Zur Erinnerung: Zwischen Auftrag und spätester Termin lagen 10 (ZEHN!) Wochen.

Also dann eben nicht beim Marktführer. Auftrag per Fax und eMail storniert. Das allerdings wurde umgehen per eMail bestätigt.

Nun, wenn also der Internetzugang nicht getrennt beautragt werden kann, kann ich ja auch meinen bestehenden Festnetzanschluss bei Versatel um einen Internetzugang erweitern. Tja, die freundliche Dame bei der telefonischen Auftragsannahme war das freundlichste und professionellste, was Versatel zu bieten hatte. Danach ging es steil bergab. Zuverlässig und kompetent führte die Dame mich durch den Tarifdschungel und wir haben ein attraktives Paket geschnürt, dass innerhalb der nunmehr verbleibenden 6 Wochen "ganz sicher" geschaltet wird, "wahrscheinlich sogar früher, dann haben Sie doppel Internet und können ganz schnell surfen, hahaha". Das Gespräch endetet damit, dass sie mir zusagte, dass eine Auftragsbestätigung "in den nächsten Tagen" zugeschickt wird. Was soll ich sagen? Trotz vielfacher Nachfragen bei der "hotline" habe ich bis heute, weder eine Auftragsbestätigung, noch einen Termin für die Umschaltung schriftlich mitgeteilt bekommen, noch die erforderliche Hardware für den Anschluss. Am 26.7.2011 wurde mir auf massive Nachfrage mitgeteilt, dass am 28.7.2011 "alles gemacht" wird. Auf meine Frage, was das genau heißt, bekam ich zu Antwort: "Weiss ich doch nicht, was die in Flensburg dann machen." Ich solle mal sicherheitshalber im Büro sein. Dann kam noch der Hinweis, dass das ja eigentlich immer ein Problem mit der Telekom sei, bis die die Nummer freigeben. "Wie bitte, ich bin doch gar nicht Kunde der Telekom, ich bin Kunde bei Versatel." "Achso, dann ist das auch kein Problem." Grrr. Nun, Faust in der Tasche, was sonst.

Also war ich heute von 7 bis 17 Uhr ununterbrochen im Büro. Und - nix ist passiert. Keine Post von Versatel, kein Paket mit Hardware von Versatel und auch kein Techniker von Versatel. Also Anruf: Tatsächlich bei der "hotline" war noch jemand da, derselbe wie vor zwei Tagen. "Ja, ich sehe ihr Problem hier, machen kann ich aber nichts. Ja, ich verstehe sie, aber machen kann ich nichts. Ich gebe das weiter, ja das sollte erledigt sein." Ja er verstehe, das man auch kleine Unternehmen nicht einfach offline schalten darf, nein, er könne leider nichts tun, nein er habe auch keine andere Telefonnummer ... und viele weitere Ausflüchte und der Hinweis, dass das wahrscheinlich bis Montag nix mehr wird, aber ich solle morgen (am 29.7.) mal im Büro sein. Vielleicht komme ja jemand.

Ja, ich bin ein Freund von "Never change a running system." - doch leider musste ich diesen Weg, einen neuen Anbieter zu finden gehen, weil QSC seine Dienste einstellt. Bislang, das muss ich zugeben, war ich immer etwas amüsiert, wenn Kollegen und Freunde mir von ihrem Telekommunikationsanbieterhorror, berichtet haben. Künftig werde ich da etwas demütiger sein.

So sehe ich die Sache als Übung in Demut --- und habe schonmal mal meinen Anwalt angerufen.

 

May 24 / 2:48am

Lernumgebungen #opco11

Für das Thema Lernumgebung scheint es mir wesentlich zu sein zwischen drei Fälle zu unterscheiden:

1. Wissenserwerb
2. Erwerb von Fertigkeiten
3. Erwerb neuer Verhaltensoptionen

1. Erwerb von Wissen
Für den Erwerb von Wissen besteht meine Lernumgebung aus meiner Bibliothek, meinem Computer mit Internetanschluss und meinem Archiv. Wenn es gut kommt, dann habe ich auch jemanden zur Hand (oder in meinem Netz ist gerade jemand synchron oder asynchron online), der mir einen Tipp auf eine Wissensquelle gibt.
Wenn ich mir ein neues Wissensgebiet erschließe, dann suche ich auch gezielt nach podcasts, oft werde ich dann auf der Plattform, www.DasAbenteuerleben.de fündig, aber auch iTunes ist eine gute Quelle.
beim Anlegen der Dossiers ist mir dann Evernote sehr hilfreich. Das ist mehr und mehr meine elektronische Kladde geworden.
Aber natürlich habe ich auch noch das gute alte Notizbuch, meinen Bleistift und natürlich Buntstifte.
Zusammenfassend kann man sagen, dassich in meiner Lernumgebung für den Erwerb von Wissen alles findet, was so an tools in der 3. Woche der opco11 besprochen wurde.
Ganz im Sinne von @DieGoereLebt kann man in diesem Bereich auch von autodidakischem Lernen sprechen.

2. Erwerb von Fertigkeiten
In diesem Fall ist für meine Lernumgebung wichtig, dass ich ausprobieren kann kann. Wichig ist auch jemand, der mir zeigt wie es geht. Beispielsweise war es für den Erwerb der Fertigkeit Audiotracks und Videos zu bearbeiten wichtig, dass ich die nötigen Gerätschaften zur hand hatte (nur Bücher und INternet geben mir zwar Einsichten, die Umsetzung ist aber dennoch schwierig) und, wenn die Lernumgebung gut ausgestattet ist, jemand, der mir ziegt wie es geht.
Autodidaktik ist für mich indiesem Bereich eher mühsam und nicht wirklich zielführend.

3. Erwerb von Verhaltensoptionen
Für den Erwerb neuer Verhaltensoptionen gehören in meiner Lernumgebung unverzichtbar Übungsgruppen und Feedbackgeber. Bibliotheken, Internet, social media etc. sind in diesem Lernbereich für mich bestenfalls der Ausgangspunkt.

Reines autodidaktisches Lernen, also lernen ohne Lernanleitung würde ich dem Bereich des Wissenserwerbs zuordnen. Kollaborativ und Kooperative muss meine Lernumgebung zumindest für (29 und (3) sein. Was nicht bedeutet, dass es für (1) nicht auch hilfreich wäre.

Dies nochmals lesend bemerke ich, dass, wenn ich von "Lernumgebung" spreche ich notwendigerweise auf die Lerninstrumente (wenn ich Übungsgruppen, Referenten, Feedbackgeber und andere menschliche Lernhelfer auch mal so bezeichnen darf) zu sprechen komme. Wichtiger für mich als der Lernort, ist eben das Vorhandensein dieser Lerninszrumente.

Gut, es gibt Orte, da schaltet sich mein Hirn in den "Lernmodus". Fotos dazu gibt es dann bei flickr in meinem Album Lernorte

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May 23 / 6:20am

"workshop in the cloud" - Seminar(audio)blogs als Augmentierung der Lernumgebung #opco11

Wolken

@gibro hat zu Beginn der 2. Woche von opco11 Audioboo und Soundcloud als Instrumente der Seminar-Augmentierung (wie ich es nennen möchte) in einem Audioboo (audioboo.fm/boos/352020-vergleich-audioboo-und-soundcloud) besprochen.
Experimentierfreudig wie er ist, hat er gleich auch ein Testsetting entwickelt (und hier: www.dotcomblog.de/?p=2814 vorgestellt).
Ich habe in einem Kommentar zu diesem Beitrag zwar kritisiert, dass ein derartiges Setting ein work-around für "funktionale Analphabeten" sein kann, dennoch fand ich das Experiment interessant genug, um den Audiobeiträgen in der Soundcloud zu folgen. @gibro hat die Beiträge in einem Set zusammengefasst: soundcloud.com/gibro/sets/wir-sind-unsere-eigene-presse/. Man kann die Beiträge übrigens auch dann abhören,, wenn man keinen Account bei der Soundcloud hat.

Ich bin dem Audioblog also eine Woche lang gefolgt und konnte einiges lernen:

- Tatsächlich haben die TN von der Möglichkeit, ein paar Gedanken zum Verlauf des Workshoptages mitzuteilen, Gebrauch gemacht.
- Dialogisch haben sie die "high light" des Tages reflektiert
- Manchmal hatten einzelne TN den Wunsch einen Aha-Effekt einfach mal schnell mitzuteilen.
- Mir scheint, dass so ein audioblog-Beitrag schnell mal gemacht ist. Es ist nicht erforderlich, umständlich irgeneine Software einzurichten
- Da ich den TN ja nicht bekannt war und die TN auch nicht wussten, dass ich jeden Tag ihre Beiträge gehört habe, fühlte ich mich nach einiger Zeit etwas ungut und wollte mich wenigsten zu Schluss mit einem eigenen Beitrag bedanken (http://soundcloud.com/gmeder/dank-an-die-kursgruppe), was von den TN sehr dankbar aufgenommen wurde (vgl. ab 3:19 in soundcloud.com/gibro/und-die-moral-der-geschicht).

Soweit zu den positiven Aspekten. Ich muss sagen, dass ich auch jenseits der technischen Spielerei jeden Tag gespannt auf die Tageszusammenfassung gewartet habe, ich wollte einfach wissen, wie es den TN ergangen ist. Allerdings frage ich mich, was das ganze den TN gebracht hat. @gibro berichtet zwar, dass die TN hoch erfreut und sehr motiviert waren, als sie meinen Antwortbeitrag gehört haben. Doch: Was genau hat es zu Lernerfolg beigetragen, dass sie täglich in das ipad gesprochen haben? Ich hätte gerne auch zwischendurch mich mal bei den TN gemeldet, allerdings war mir überhaupt nicht klar, was denn dort eigentlich auf der Agenda stand und bis heute weiss ich nicht wer alles an dem Workshop teilgenommen hat.

Ich kann mir gut vorstellen, die "Cloud" an einem Seminar zu beteiligen, indem man die TN entweder in ein Seminarblog schreiben oder sprechen lässt.  Hilfreich wäre dann aber, wenn
1. der/das Blog irgendwie bei Interessierten promotet wird (Einladung über facebook, xing etc.)
2. eine Seminaragenda und eine TN (mit Bild?) irgendwo zu finden wäre.

Dafür würde ich gerne das label "cloud training" und/oder "cloud teaching" reservieren(das Kind muss ja einen Namen haben ;-). Denn: hier ist dann nicht nur die Seminarleitung Ansprechpartner für die TN, sondern Menschen aus dem Netz könnten gefragt oder ungefragt inputs zum Seminar geben. Ein Ansatz, wie ich finde, der lohnt, weiterverfolgt zu werden. Beim nächste Mal wäre ich wieder dabei ...

Filed under  //  #opco11  
Dec 12 / 9:45am

Pest und Cholera ...

Eigentlich bin ich ja ein "social media enthusiast" - twitter, xing, facebook, posterous etc. nutze ich ganz gerne, um der Welt meine Fundstücke und Gedanken mitzuteilen. Darüber habe ich auch schon mal berichtet:  hier. Mir ist klar, dass das, was ich da so von mir gebe, nicht alle Menschen, die mit mir über die genannten Netzwerke verbunden sind, brennend interessiert.

Deshalb schicke ich auch nicht ungefragt eMails an meine Kontakte. Ich freue mich, wenn ich jemandem mit den Fundstücken und Ideen, die ich so poste auf die eine oder andere Weise weitergeholfen oder unterhalten habe und meine Posts weitergereicht werden. Das reicht.

Immer ärgerlicher werden die selbsterklärten social media "Experten", die mich in den Netzen, und nun auch außerhalb, nerven, wenn sie mir ihre Dienstleistungen aufquatschen wollen. Ich halte es für das genaue Gegenteil von Expertentum, wenn sie mir die powerselling-Möglichkeiten von twitter, xing & co. erklären wollen.

Die Möglichkeiten des Netzes allein als Vertriebskanal zu nutzen zu wollen und zu erklären, konterkariert die vielen anderen Möglichkeiten dieser Medien.

Da nutzt es auch nichts, wenn mir völlig unbekannte Menschen "ganz liebe Grüße" senden, oder sich auf weiteres "nett-working" mit mir freuen. Kontakt nehmen diese Zeitgenossen eh nur auf, wenn sie wieder mal ganz neu entdeckt haben, wie ich reich und glücklich werden kann, wenn ich ihren Weg durch die Netzwerke gehe. GRRRR!

Das macht immer mehr Menschen ärgerlich und frustriert so sehr, dass sich immer mehr Menschen aus den social media wieder zurückziehen. Damit erreichen diese Experten genau das Gegenteil von dem, was sie vorgeben erreichen zu wollen. Und sie tun das genaue Gegenteil von dem, was sie als Tipps geben: eben genau nicht powerselling zu betreiben, sondern echte Kontakte aufzubauen.

Einige dieser Zeitgenossen rufen seit neuestem mein XING profil nur deshalb auf, um in der Liste der Leute zu erscheinen, die mein Profil aufgerufen haben.

Da gibt es nur eines: ent-twittern, ent-XINGEN, ent-Kontakten! Soeben geschehen, liebe twittcoaches, twitterexperten, und wie ihr alle heißt.

So, das musste mal raus.

 

 

Dec 9 / 3:24am

Persönlich bitte, persönlich! Grüße in eMails.

Ja, ich weiss, eMails sind keine Briefe und persönlich sind sie auch nicht, jedenfalls nicht immer. Siesind  irgendwas zwischen Chat und Brief. Mal formell, mal weniger und oft werden eMail auch in einer Geschwindigkeit gewechselt, die eher an einen onlinechat erinnert.
Dann fällt auch schon mal die Anrede weg und ein Gruß wird auch nicht mehr formuliert.
Einverstanden!
Aber: die Signatur sollte doch nur aus den Absenderdaten bestehen! Den Gruß auch in die die Signatur aufnehmen kann ganz eigenartige Mailabschlüsse zur Folge haben:

Ich wundere mich hin und wieder, warum eine nette, sehr persönliche eMail dann abschließt mit
 "verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
Dr. X. XXXXX"

Oder die  Dopplungen:
"Bis Freitag dann
Kalle

Mit freundlichen Grüßen
Dr. rer nat. Karl Käse
-Geschäftsführer"

Lösen ließe sich dass ganz einfach: In die Signatur gehören, wie gesagt, nur die Absenderdaten. Den Gruß sich zu jeder eMail nochmal kurz überlegen, heißt auch die Mail persönlich abzuschließen. Er beschreibt neben der eigenen Befindlichkeit, die ich kommunizieren möchte,  ja auch das Verhältnis, dass ich zum Adressaten habe. Und so lese ich ihn auch.
Deshalb, bitte einen persönlichen Gruß!

Dec 2 / 1:27am

Inspired Leaders

think, act and communicate different!
Hörens und sehenswerter Vortrag von Simon Sinek zur Beantwortung der Frage welcher Unterschied macht den Unterschied erfolgreicher Menschen und Unternehmen macht: Sie kommunizieren WARUM sie etwas tun. Ist Ihnen/Euch klar "warum ihr eigentlich morgens aufsteht", die Arbeit macht und "warum das jemanden interessieren sollte"?
Frage, mit denen man sich auch mal beschäftigen kann…

Nov 25 / 11:54am

Die Rolle von Fehlern beim Erlernen neuer Muster

Teilweise, wie ich finde, etwas konfus vorgetragen, aber in der Sache sehr Interessant: Fehler sind nützlich, ja erforderlich, wenn man einen Sprung in der Lernkurve macht, etwas Neues lernen, ein neues Muster ausbilden will. Fehler sind zu vermeiden wenn man in der Phase des optimierenden Lernen ist, die Muster optimieren will.
Die Rolle des Coaches könnte darin bestehen, dem Coachee zu erkennen helfen, das nungerade erforderlich ist und welche Rolle seine Fehler spielen. Sind sie zu vermeiden, weil gerade Muster optimiert werden sollen oder sollten sie zugelassen, gepflegt ja provoziert werden, damit alte Muster destabilisiert und neue erworben werden können.

Filed under  //  fehler   fehlerkultur   lernen  
Sep 29 / 12:20am

Jetzt mitbestimmen: Das RealExperiment bei der Utopia-Konferenz

Drei Gründe  warum ich für das RealExperiment von  Gebhard Borck,  Markus Stegfellner und Andreas Zeuch auf der Utotia-Conferenz gestimmt habe:

Das RealExperiment sinnvoll·wirtschaften ist eine Wette gegen die bestehende Betriebswirtschaft. Esczeigt konkret in der Unternehmenspraxis auf: sinnvoll·wirtschaften ist möglich!

1. So wie ich Andreas Zeuch kenne wird es visionärer und aufrüttelnder Vortrag der nichts weniger sein wird als eine Kulturrevolution in Wirtschaft und Unternehmen.

2. Die Kombination der Redner:
- achtsamer Konstruktivist und Führungskultur-Veränderer (Borck),
- lang- jähriger geschäftsführender Gesellschafter (Stegfellner),
- Ex-Therapeut und Business-Berater ohne Scheuklappen und Klischees (Zeuch --> aktuelles Buch: Feel It)
verspricht einen inspierienden Vortrag.

3. Mit dem RealExperiment treten die drei mit eigenem unternehmerischen Risiko an, um die bisher in vielfacher Form bereits vorliegenden theoretischen Konzepte in der eigenen unternehmerischen Praxis konsequent selbst anzuwenden.


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